Erfahrungsberichte
Von unseren Patientinnen mit Lipödem.
Die Stimmen unserer Patientinnen mit Lipödem
Jeder Weg mit Lipödem ist individuell. Umso wertvoller kann es sein, von den Erfahrungen anderer Patientinnen zu lesen: von der Diagnose über konservative Behandlungen bis zur Entscheidung für eine Liposuktion und der Zeit danach. Auf dieser Seite teilen Betroffene ihre persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Veränderungen.
Warum Erfahrungsberichte vielen Patientinnen helfen
Viele Frauen stehen vor ähnlichen Fragen: Wie fühlt sich die Zeit vor einer Operation an? Wie läuft der Eingriff ab? Was passiert in den ersten Tagen danach? Und wie verändert sich der Alltag, wenn Beschwerden spürbar nachlassen? Erfahrungsberichte können keine ärztliche Beratung ersetzen — aber sie helfen oft dabei, die eigene Situation besser einzuordnen und ein realistischeres Bild vom Behandlungsweg zu bekommen.
Was Patientinnen bei uns erwarten können
Uns ist wichtig, dass sich unsere Patientinnen fachlich gut aufgehoben und persönlich ernst genommen fühlen. Auf eurer aktuellen Seite wird betont, dass die Praxis an die Universitätsklinik Bonn angebunden ist, das Team sich national und international fortbildet und operative Eingriffe ausschließlich durch Fachärztinnen und Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt werden. Zusätzlich werden einheitliche Richtlinien und Operationsstandards der Bonn School of Aesthetic Surgery genannt.
Jeder Verlauf ist individuell
So unterschiedlich wie das Lipödem selbst sind auch die Erfahrungen unserer Patientinnen. Beschwerden, Heilungsverlauf, Alltagseinschränkungen und persönliche Erwartungen können sich deutlich unterscheiden. Deshalb geben Erfahrungsberichte wertvolle Einblicke, ersetzen aber keine individuelle medizinische Einschätzung.
Erfahrungsbericht von Janina S. | Lipödem an Armen (Stadium I) und Beinen (Stadium II)
Im März 2021 bekam ich die Diagnose „Lipödem an Armen (Stadium I) und Beinen (Stadium II). Zunächst habe ich den konservativen Therapiemaßnahmen über ein Jahr Zeit gegeben, um zu schauen, ob für mich eine ausreichende Linderung der Beschwerden eintritt. Nachdem dies nicht der Fall war und die Lymphdrainage und Kompressionswäsche nur eine kurzzeitige Erleichterung darstellten, entschied ich mich für eine Liposuktion bei Herrn Dr. Walgenbach.
Von der konservativen Therapie zur Operation
Im Oktober 2022 fand die erste OP an den Unterschenkeln und der Oberschenkel Vorderseite statt. Zuvor wurde ich von Herrn Dr. Walgenbach ausführlich aufgeklärt über die Vorgehensweise während der OP und die Nachsorge. Jede Frage wurde detailliert beantwortet und so wurden mir einige Sorgen genommen. Ich konnte mich voll und ganz auf die Vorbereitung der OP konzentrieren. Ich habe Inkontinenzunterlagen gekauft, die dann als Unterlage auf dem Bett dienen, damit die Matratze nicht dreckig wird mit der Flüssigkeit, die nach der OP aus den Löchern austreten kann. Ebenso habe ich viele alte Handtücher und alte Bettbezüge genutzt, um alles gut „abzudecken.“ Für die Arm OP empfehle ich zwei Stillkissen, damit man darauf die Arme ablegen kann. Ich habe zudem zwei Wochen vor der OP angefangen Arnika Kügelchen zu nehmen, um eine übermäßige Hämatom Bildung nach den OP‘s vorzubeugen. Nach den OP’s habe ich, sobald ich keine Anti-Thrombose-Spritze mehr brauchte, Tabletten mit dem Wirkstoff „Bromelain“ genommen. Dies wirkt abschwellend und fördert die Durchblutung.
Da meine Krankenkasse die Kosten der OP nicht übernommen hat, fand die Liposuktion in den Räumen der Beethoven Klinik in Köln statt. Ich wurde an dem Tag als erste Patientin operiert und traf gegen 7 Uhr in der Klinik ein. Vor Ort fand noch ein Gespräch mit dem Anästhesisten statt. Anschließend hat Herr Dr. Walgenbach die zu operierenden Stellen eingezeichnet und noch letzte Fragen beantwortet. Um 8 Uhr ging es dann auch schon los. Die Aufregung wurde mir durch die sehr fürsorglichen OP-Schwestern genommen. Als ich wieder wach wurde, befand ich mich im Aufwachraum und spürte sofort – da ist was passiert an den Beinen. Es waren keine Schmerzen, die ich spürte. Eher ein Brennen und Kribbeln. Da mir sehr kalt war nach der OP, was völlig normal ist, bekam ich ein Heizgerät, welches warme Luft unter die Decke pustete und konnte so ganz in Ruhe richtig wach werden. Nach der OP verbrachte ich eine Nacht in der Beethoven Klinik. Die Schwestern vor Ort sind sehr lieb und haben sich gut um mich gekümmert. Die ersten Tage zu Hause waren nicht einfach und teilweise sehr schmerzhaft, aber man bekommt ausreichend Schmerzmittel mit, sodass es doch erträglich ist. Der Kreislauf hat mir die ersten vier bis fünf Tage schwer zu schaffen gemacht und ich konnte immer nur eine Sache machen, wie z.B. Haare kämmen. Danach musste ich mich wieder hinlegen. Man braucht auf jeden Fall Unterstützung die ersten Tage bzw. Wochen. Aber man bemerkt jeden Tag eine Besserung und das hat mich sehr motiviert. Ich war am fünften Tag nach der OP das erste Mal duschen und habe trotz Schwellung und Hämatomen sofort einen riesen Unterschied gesehen. Das erste Duschen nach der OP war für mich eine Herausforderung, denn während des Duschens machte der Kreislauf noch nicht so richtig mit. Auch das Anziehen der Kompressionsstrumpfhose war ein Kraftakt.
Der erste Kontrolltermin fand zwei Wochen nach der OP statt. Dort stellte sich heraus, dass sich ein Serom am rechten Unterschenkel gebildet hat, welches nun punktiert werden muss. Das war unangenehm, aber brachte auch sofortige Erleichterung mit sich. Bei weiteren Kontrollterminen musste die Stelle mehrfach punktiert werden. Nach über vier Wochen hatte sich die Stelle leider kritisch entzündet, sodass eine stationäre Aufnahme in der Uniklinik erfolgen musste. Das war erstmal ein Schock, denn eine solche Entzündung ist äußerst selten. Es wurde Blut abgenommen und die entzündete Stelle wurde untersucht. Es stellte sich heraus, dass nur eine intravenöse Antibiose die Keime abtöten kann. Ich war insgesamt sieben Tage dort und wurde behandelt. In der Zeit danach habe ich viel nachgedacht und hatte Angst vor der nächsten OP, die im Dezember 2022 anstand. Ich hatte Sorge, dass eine solche Komplikation nochmal auftritt und überlegte, ob ich überhaupt eine weitere OP machen soll. Diese Gedanken habe ich auch Herrn Dr. Walgenbach mitgeteilt und er bestätigte mir nochmal, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass so etwas erneut geschieht. Nach mehreren Gesprächen mit anderen Lipödem Betroffenen und der Familie habe ich mich dann dazu entschieden die Arme operieren zu lassen, da ich bereits nach der ersten Liposuktion an den Unterschenkeln, trotz der Entzündung, eine wahnsinnige Verbesserung spürte. Die typischen Lipödem Schmerzen und Beschwerden waren fast weg! Ich habe die OP trotz schwerer Komplikation nicht bereut und würde diese Entscheidung wieder treffen.
Die Arme wurden auch in Köln von Herrn Dr. Walgenbach operiert. Der Ablauf am OP Tag war so wie bei der ersten OP auch. Ich musste keine Nacht in der Klinik bleiben und konnte am Abend bereits wieder nach Hause. In der ersten Nacht haben die Wunden stark genässt. Deshalb ist es wichtig, das Bett mit genügend Unterlagen und alten Decken auszustatten, sodass nicht die Matratze und Bettdecke / Kopfkissen versaut werden. Die ersten zwei bis drei Wochen war die Bewegung in den Armen eingeschränkt, aber die Schmerzen waren nicht so schlimm für mich, wie bei der Bein-OP.
Im April 2023 stand dann die zweite Bein-OP an. Es wurden die Oberschenkel Rückseiten von Herrn Dr. Walgenbach operiert. Im Vorhinein habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich nach der OP sitzen, liegen oder auf Toilette gehen soll, wenn alles angeschwollen ist und weh tut. Ich muss gestehen, es war definitiv nicht angenehm und leicht die ersten Tage nach der OP, aber auch hier sah ich eine Veränderung, wenn ich meine Beine im Spiegel betrachtete und spürte jeden Tag eine Besserung. Das hat mir sehr geholfen stark zu bleiben. Aber leider war ich etwas zu übereifrig und landete zehn Tage nach der OP in der Notaufnahme, da ich auf dem Weg nach Hause von der Lymphdrainage zusammengeklappt bin. Hört sich dramatischer an als es ist. Es wurde festgestellt, dass durch die drei Liposuktionen eine Anämie (Blutarmut) entstanden ist. Auch wenn bei den OP’s darauf geachtet wird, dass man so wenig Blut und Flüssigkeit verliert wie es geht, kann das natürlich nicht verhindert werden. Allgemein kann ich aus meiner Erfahrung hersagen, dass es ratsam ist mit kleinen Spaziergängen in der Wohnung zu starten und dies dann langsam zu steigern und sich dann nach draußen zu wagen. Es ist gut, wenn in den ersten Tagen oder der ersten Woche nach der OP immer ein Stuhl in der Nähe ist. Ebenso habe ich Traubenzucker in der gesamten Wohnung verteilt. Gerade im Badezimmer habe ich öfter ein Traubenzucker gebraucht nach dem Duschen. Man sollte diese Eingriffe nicht unterschätzen und sich gut darauf vorbereiten.
Heute kann ich sagen, dass ich den Weg immer wieder gehen würde und alle Schmerzen und Komplikationen wieder auf mich nehmen würde. Ich kann endlich Treppen laufen, lange Spaziergänge machen, Haare föhnen oder Zähne putzen ohne Lipödemschmerz! Lange Zeit war das für mich unvorstellbar, aber heute bin ich froh, dass ich mich für die Liposuktionen bei Herrn Dr. Walgenbach entschieden habe und bereue es nicht.
Erfahrungsbericht von Frau V. | Lipödem Stadium 3 Typ 4 – Arme und Beine
Meine Leben mit Lipödem – seit meinen 13. Lebensjahr
Ich bin 51 Jahre alt und habe drei Kinder. Zwillinge im Alter 29 Jahre und eins im Alter von 28 Jahre.
In meiner Jugend habe ich viel Sport getrieben. (Fußball, Reiten, Schwimmen, Badminton, Fitnessstudio usw.) dort habe ich schon gemerkt dass mein Köper das Fett nicht abbaut. Nach der Geburt meiner Kinder stieg das Krankheitsbild stark an.
Mein Körper ist von Zeit zu Zeit stark angeschwollen, sodass ich mich kaum bewegen konnte. Daraufhin bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und der sagte: „Das ich nichts hätte.“ Ich habe mir einen neuen Hausarzt gesucht und der hat mir Lymphdrainage verschrieben. Die Physiotherapie war mit mir überfordert, ich sollte eine Reha beantragen und durchführen.
In der Klinik habe ich das Krankheitsbild erst richtig kennen gelernt und wurde dort aufgeklärt. Aus der Klinik wurde ich mit ganz Körper Bestrumpfung und Lymphomat entlassen. Ich sollte jedes Jahr zu Reha wieder kommen.
In den nächsten Jahren bezog sich mein Leben auf:
- Drei Mal täglich Lymphomat mindesten 60 Minuten pro Sitzung
- Zwei mal wöchentlich manuelle Lymphdrainage 90 Minuten
- Den ganzen Tag ganz Körper Bestrumpfung
Mein Leben war mehr als eingeschränkt, es war die Hölle. Mein Gewicht stieg von Jahr zu Jahr. Jede Diät bzw. Essensumstellung führte zu keiner Gewichtsreduzierung.
Mein Leben wurde von Jahr zu Jahr eingeschränkter:
- Ich konnte kaum noch schlafen, weil ich dachte ich ertrinke
- Ich konnte mich kaum noch bewegen vor schmerzen
- Es gab keine Kleidung mehr für mich zukaufen, ich musste alles selber nähen oder ändern, weil ich so unförmig bin.
Bei meinen letzten Zahnarzt Besuch wollte ich mir eine neue Aufbiss Schiene anfertigen lassen. Dort hat mir die Zahnärztin erst Lymphdrainage für Gesicht und Kopf verschrieben, sonst könnte Sie mir keine neue Aufbiss Schiene anfertigen.
Ich bin ein Risikofaktor bei einer OP. Mein Blutbild ist einzigartig. Ich bekomme keine Blutspenden, es muss an gemischt werden.
Mittlerweile wurden zwei Op’s durchgeführt:
Oberschenkel vorne
- Erleichterung beim Laufen und ich habe keinen Druck mehr auf den Körper.
Arme und Schulter
- Mir sind alle T-Shirts zu groß
Mir ist auf gefallen, dass mein Stoffwechsel wieder besser funktioniert. Meine Körperbehaarung und die Fingernägel wachsen wieder und brechen nicht mehr ab.
Dr. Walgenbach und sein Team gehen auf die Patienten ein und erklären alles verständlich (Krankheitsbild und Vorgehensweise bei der OP).
Zum Guten Schluss möchte ich noch erwähnen: Ich war auch bei einer anderen Ärztin, um mir eine zweite Meinung einzuholen. Sie war wohl mit mir überfordert. Ich sollte mir ein Magenbeipass machen lassen und erstmal 60 kg abnehmen, bevor Sie eine OP durchführt und das für eine bekannte Klinik, die diese Krankheit behandelt.
Erfahrungsbericht von Eveline B. | Lipödem Stadium 1-2 Typ 3 – Ober- und Unterschenkel, Arme
Zwischen dem Ausbruch der Erkrankung und der Liposuktion liegen viele Jahre. Alleine darüber könnte ich ein Buch schreiben. Ein Facharztbesuch änderte alles, denn hier wurde die Diagnose Lipödem gestellt und eine Liposuktion empfohlen. Im Internet machte ich mich auf die Suche nach entsprechenden Kliniken. Eines meiner Beratungsgespräche hatte ich bei Dr. Walgenbach und hier passte alles.
In drei Operationen wurden das Lipödem an den Beinen entfernt und in ein paar Wochen machen wir mit den Armen weiter. Die erste Zeit nach einer Liposuktion war gar nicht schön. Etwa ab dem zweiten Tag nach der Liposuktion schwollen die Beine an und sie veränderten die Farbe. Ich hatte Schmerzen und dann noch diese enge Kompressionsstrumpfhose, die sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden muss. Eine Woche nach der Liposuktion begann dann die Lymphdrainage. Duschen konnte ich in den ersten zwei Wochen, kreislaufbedingt, nur im Sitzen.
Aber das war schnell vergessen, weil…Der Druckschmerz ist verschwunden, ich bekomme schon jetzt nicht mehr sofort blaue Flecke, wenn ich mich stoße. Meine Beine haben eine normale, schöne Form und ich habe tatsächlich keine X-Beine. Ja, und sichtbare Knie habe ich auch. Das „Schweregefühl“ in den Beinen ist weg, und auch das Laufen ist viel leichter geworden. Natürlich reagiert auch mein gesamtes Umfeld. Ich bekomme Komplimente und mir wurde gesagt, dass ich viel selbstbewusster wirke und ja, so ist es auch. Die Liposuktion hat jetzt schon mein Leben verändert und ich bin gespannt, wie meine Beine nach der Heilungsphase aussehen und ob vielleicht eine Anpassung/Korrektur notwendig ist. Zurzeit, 8 Wochen nach der Liposuktion, habe ich noch mit Verhärtungen/Ablagerungen zu kämpfen und es ist ein Hautüberschuss vorhanden.
Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, meine Lipödem entfernen zu lassen.
Ein herzliches Dankeschön geht an Dr. Walgenbach und das gesamte Team!
Vielen Dank!
Erfahrungsbericht von Rebecca R.
Hallo, ich bin 23 Jahre alt und mir wurde Lipödem Stadium 1-2 letztes Jahr im Juni diagnostiziert. Bei mir wurde Lipödem ca. mit 16 durch die Pille ausgelöst. Meine Beine und Arme wurde immer dicker, trotz Sport und mehrfachen Diäten. Im Hinterkopf wusste ich immer, dass irgendwas nicht stimmt. Der Gang zum Phebologen hat mich viel Überwindung gekostet.
Nach der Diagnose war mir aber klar, ich möchte leben, ich möchte nicht Lebensqualität durch diese Krankheit verlieren. Ich möchte Kinder, ich möchte mit meinen Kindern ins Schwimmbad ohne mich zu schämen. Auch spazieren gehen ohne Schmerzen. Ein Leben lang wollte ich diese Kompressionsstrumpfhosen nicht anziehen. Deshalb war mir schnell klar, ich möchte es mit den Op‘s probieren. Ich war in mehreren Kliniken und hab mich beraten lassen. Aber beim Dr. Vorhold in der Uniklinik Bonn habe ich mich am wohlsten gefühlt. Heute habe ich bereits 2 Op‘s hinter mir und es stehen noch 2 vor mir. Die erste OP war die schmerzhafteste. Es wurden 8,5l abgesaugt und ohne zu lügen es war schlimm. Solche Schmerzen habe ich mir nicht erdenken können. Aber das habe ich auch überlebt. Bei der 2. OP wurden knapp 6l abgesaugt. Diese OP war ein Kinderspiel im Gegensatz zu der 1., klar hatte ich Schmerzen aber diese waren auszuhalten. Es stehen zwar noch 2 vor mir, aber ich liebe meine neuen Beine. Von so einem schönen Ergebnis habe ich immer geträumt. Ich bin dem Herrn Dr. Vorhold mehr als dankbar. Er hat mir mein Selbstbewusstsein und mein Leben wiedergegeben. Mittlerweile trage ich in Hosen die Größe M und hatte vorher immer L oder Xl.
Generell geht ein riesen Dankeschön an diese Klinik. Das Team ist super. Ich konnte mich immer melden, wenn was war.
Leider musste ich die OPs selber zahlen, doch ich bereue keinen einzigen Cent. Ich möchte Leben und das hat mir diese Klinik ermöglicht. Und diesen Schritt würde ich immer wieder gehen.
Erfahrungsbericht von Karin L. | Lipödem Stadium 1-2 Typ 3 – Ober- und Unterschenkel
Es hat einen Namen…Lipödem!
Zwischen dem Ausbruch der Erkrankung und der Liposuktion liegen viele Jahre. Alleine darüber könnte ich ein Buch schreiben. Ein Facharztbesuch änderte alles, denn hier wurde die Diagnose Lipödem gestellt und eine Liposuktion empfohlen. Im Internet machte ich mich auf die Suche nach entsprechenden Kliniken. Eines meiner Beratungsgespräche hatte ich bei Dr. Walgenbach und hier passte alles.
In drei Operationen wurden das Lipödem an den Beinen entfernt und in ein paar Wochen machen wir mit den Armen weiter. Die erste Zeit nach einer Liposuktion war gar nicht schön. Etwa ab dem zweiten Tag nach der Liposuktion schwollen die Beine an und sie veränderten die Farbe. Ich hatte Schmerzen und dann noch diese enge Kompressionsstrumpfhose, die sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden muss. Eine Woche nach der Liposuktion begann dann die Lymphdrainage. Duschen konnte ich in den ersten zwei Wochen, kreislaufbedingt, nur im Sitzen.
Aber das war schnell vergessen, weil…Der Druckschmerz ist verschwunden, ich bekomme schon jetzt nicht mehr sofort blaue Flecke, wenn ich mich stoße. Meine Beine haben eine normale, schöne Form und ich habe tatsächlich keine X-Beine. Ja, und sichtbare Knie habe ich auch. Das „Schweregefühl“ in den Beinen ist weg, und auch das Laufen ist viel leichter geworden. Natürlich reagiert auch mein gesamtes Umfeld. Ich bekomme Komplimente und mir wurde gesagt, dass ich viel selbstbewusster wirke und ja, so ist es auch. Die Liposuktion hat jetzt schon mein Leben verändert und ich bin gespannt, wie meine Beine nach der Heilungsphase aussehen und ob vielleicht eine Anpassung/Korrektur notwendig ist. Zurzeit, 8 Wochen nach der Liposuktion, habe ich noch mit Verhärtungen/Ablagerungen zu kämpfen und es ist ein Hautüberschuss vorhanden.
Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, meine Lipödem entfernen zu lassen.
Ein herzliches Dankeschön geht an Dr. Walgenbach und das gesamte Team
Vielen Dank
Erfahrungsbericht von Simone F.
Meine Diagnose Lipödem habe ich nach fast 20 Jahren Arztodyssee erhalten. Auf Prof. Dr. Walgenbach bin ich durch Empfehlung gestoßen. Eine Arzthelferin erzählte mir voller Begeisterung, wie gut die Eingriffe bei einer Verwandten verlaufen sind. Sie lobte nicht nur die medizinischen Aspekte, sondern auch den menschlichen Umgang.
Daher entschied ich mich einen Termin zu vereinbaren und die Option OP zu besprechen. Die Terminvereinbarung verlief absolut problemlos und schnell. Da ich das UKB Bonn kenne, war ich mir bewußt, dass längere Wartezeiten normal sind. Es wurden dann über drei Stunden. Einige Patientinnen gingen, ich blieb.
Ich war die Schmerzen so leid, meine Mobilität nahm zunehmend ab und ich hatte Probleme in einigen Stühlen zu sitzen. Es ist so unendlich beschämend. Dazu die Kommentare von irgendwelchen Leuten, wie „einfach mal die Chipstüte weglassen“ oder „so ein Specki muss nur den inneren Schweinehund überwinden“. Dazu kommt nie Kleidung zu finden, die mir wirklich gefällt. Die Angestellte der Krankenkasse gab mir den „Tipp“ im Sommer einfach ohne Schuhe zu gehen, es sei ja warm. Meine Frage, ob sie das auch täte und was ich im Winter machen solle, blieb unbeantwortet. Eine Kompressionsstrumpfhose habe ich nie bekommen, die Sanitätshäuser schickten mich weg, da „die Beine nicht entstaut sind“.
Die Hoffnung auf Linderung sowie Begeisterung und Zusprache der Arzthelferin waren so authentisch, dass ich nicht gehen wollte. Herr Prof. Dr. Walgenbach nahm sich so viel Zeit für mich und erklärte alles ausführlich. Ich hatte sofort Vertrauen gefasst, was eher untypisch für mich ist. Dies liegt auch daran, dass er bereits Typ I Diabetiker operiert hatte und genau die hier kritischen Punkte aufgriff und erklärte. Ich wurde nicht zur OP gedrängt, im Gegenteil, ich sollte mir das alles in Ruhe überlegen und bei Fragen mich nochmal melden. Er machte auch deutlich, dass die Krankenkasse den Eingriff nicht zahlen würde und machte keine falschen Hoffnungen. Für mich ist das ein wichtiger Punkt. Es wurde ein Schätzpreis genannt, den Kostenvoranschlag erhielt ich kurze Zeit später.
Nach Rücksprache mit Hausarzt und Diabetologen entschied ich mich für den Eingriff. Da ich vorher noch nie operiert worden bin, war ich ziemlich nervös. Ich bin kein einfacher Patient, sondern habe etliche Allergien, was die Narkose nicht einfach macht. Auch das stellte kein Problem dar. Der von Herr Prof. Dr. Walgenbach vorgeschlagene Anästhesist besprach sehr ausführlich mit mir alle Punkte.
Der Eingriff verlief bei mir problemlos. Da ich offen alle meine „Baustellen“ angesprochen hatte, konnten die Ärzte sich darauf einstellen. Bereits zwei Stunden nach der OP stand ich wieder und konnte einige Schritte gehen. Schmerzmittel habe ich nur einmal benötigt. Die Antibiose verlief perfekt. Es gab keine Entzündungen, keine starken Blutungen, lediglich Wundwasser trat aus, was jedoch völlig normal ist.
Das Mieder empfand ich, insbesondere die ersten Tage nach der OP als furchtbar und schlimmer als die OP. Es drückt am Magen und beim An-und Ausziehen benötigte ich Hilfe. Mehrmaliges Eincremen über den Tag verteilt halfen etwas.
Inzwischen kann ich erste Erfolge des Eingriffs sehen und bin einfach nur glücklich. Die Schmerzen durch das Ödem sind im operierten Bereich völlig verschwunden. Ich habe ehrlich gesagt vergessen, wie es ist schmerzfrei zu sein. Ich bin nicht mehr so unförmig, sondern habe eine normale Figur. Als ich mich das erste Mal so im Spiegel gesehen habe, hab ich es kaum begreifen können. Ich werde ganz andere Kleidung tragen können. Meine Knie schmerzen nicht mehr. Ich kann wieder in allen Stühlen sitzen und muss mich nicht mehr reinzwängen.
Meinen nächsten OP-Termin habe ich bereits vereinbart und ich freue mich darauf.
Lipödem-Selbstest
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